Richtigstellung:
Zudem meint man bei Whywerock, das diese Art von Fehlstellen angeblich insbesondere bei Stempel auftreten. Stimmt ja alles nicht: Zum einen gibt es zumindest im Deutschen bereits einen Namen für diese “Fehlstellen” – man nennt sie einfach »Stege«. Stege deshalb, da sie bei Schablonen die verwendet werden um billige und schnell zu reproduzierende Beschriftungen herzustellen, die Innenteile der Buchstaben mit der äusseren Schablone zusammenhalten. Wären die Stege nicht, würden die Punzen bzw. das Buchstabeninnere einfach herausfallen. Zum andern treten diese Stege auch nicht vor allem bei Stempeln auf, sondern sie können höchstens mit Stencilfonts gestaltet werden. Mit der Eigenheit von Stempel oder gestempelten Text haben die Stege eigentlich garnichts zu tun…
Vielen Dank an Jens vom Signblog.
Ein Fwis-Projekt ist diese Initiative zur Benennung der Lücken innerhalb der Buchstaben, die vor allem in gestempelten Schriften vorkommen.
Es gibt über 20 typografische Bezeichnungen für Formen wie Punzen, Serifen, Ober- und Unterlängen, uvm., doch die Bezeichnung für den Spalt in gestempelten Buchstaben blieb bisher unbenannt unklar. Zeit, das zu ändern. Heißt die Pylone willkommen.
Dank an Type for you.
5 Kommentare zu “Say hello to the pylon!”
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25. November 2007 um 19:13 Uhr
[…] Manchmal überrascht mich die Typo- und Designerszene. Da lese ich im […]
26. November 2007 um 10:58 Uhr
In diesem Sinne: wiedersehen Pylone, hallo Stege
26. November 2007 um 12:46 Uhr
Oder auch nicht, wenn man sich den zweiten Kommentar im Signblog mal durchliest. So klar ist das Ganze wohl doch nicht…
27. November 2007 um 08:31 Uhr
also bei der Sache wird ja versucht, einen neuen Begriff für die typografische Leerstelle zu finden, die ein Steg in einer Schablonenschrift verursacht. Mir persönlich reicht dafür ja nach wie vor der Begriff ‘Stege’, oder noch einfacher ‘Leerstelle’ bzw. ‘Lücke’ oder sowas, aus. Ob man jetzt tatsächlich einen neuen Begriff wie ‘Pylon’ unter typografischen Aspekten braucht, kann ich nicht sagen – bisher anscheinend nicht…
Soll aber jeder machen, wie er meint. Im Grunde könnte man dann ja auch (typo-)grafisch absichtliche Aussparungen wie z.B. beim offenen Versal ‘R’ der Avant Garde bei den leichteren Schnitten auch zu diesen ‘Pylonen’ hinzurechnen. Aber der Begriff bezieht sich ja nun mal klar auf die Stencils…
27. November 2007 um 11:38 Uhr
Also nichts Genaues weiß man nicht. Ich wollte damit auch keinen Glaubenskrieg auslösen. Soll es doch bezeichnet werden, wie man möchte. Aber danke für die Aufklärung.